[FR] Grand Canyon du Verdon Drucken E-Mail
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 Um 13.00 Uhr konnten wir auf den Lac de Sainte-Croix schauen. Er ist mit 2200 Hektar der zweitgrößte künstliche See Frankreichs. Dieser Stausee wird vom Verdon gespeist und wird für die Energieversorgung, die Wasserversorgung genutzt und ist ein beliebtes touristisches Ziel. Baden, Surfen und Segeln sind erlaubt. Das befahren des Sees mit Elektrobooten ist gestattet. Jedoch dürfen keine Motorboote auf dem See fahren. Die türkis-blaue Farbe ist einfach überwältigend.
 Nun also los und auf in den Canyon. Nachdem wir über die Brücke an der Mündung des Verdon gefahren sind folgen wir dem Abzweig der D 19 nach links und befahren die kleine Straße über viele Kurven und Kehren den Berg hinauf in das kleine Örtchen Aiguines. Hier folgen wir der D 71 in den Canyon. Schon nach einigen Kurven halten wir wieder an um noch mal einen Blick über die weite Landschaft schweifen zu lassen.Image
ImageBei dieser Gelegenheit haben wir zur Stärkung ein Baguette vernichtet und in dieser halben Stunde kamen eine Ducati, ein Reisebus und ein PKW vorbei. Für Samstagmittag war der Verkehr für diese Gegend wirklich sehr gering. Liegt wahrscheinlich an der Jahreszeit. Am Wetter kann es jedenfalls nicht gelegen haben, da wir noch immer strahlenden Sonnenschein hatten. Die Temperatur betrug zwar nur noch 8 ° C aber bei dieser Aussicht schmecken Baguettes mit Salami, Weichkäse oder Thunfisch doppelt so gut.
Der Straßenbelag war sehr griffig. Nur man mußte höllisch auf die Straße achten, da sich dort schon mal melonengroße Felsbrocken tummelten.  Auch ließen sich die französischen Straßenbauer auf dieser Canyonseite einen witzigen Tunnel einfallen. Der erste Tunnel hat noch Fenster auf der linken Seite, so dass noch etwas Licht einfällt. Aber der Tunnel, der direkt darauf folgt ist zum einen stockdunkel und zum zweiten wurde dort eine Schikane eingebaut. Da staunt man nicht schlecht.Image
ImageNach kurzer Zeit kommt man an eine Stelle an der der Verdon einen kleinen engen Bogen macht. Hier wurden so genannte Balkone am Felsen angebaut und man hat einen tollen Blick in den Canyon.
 Einige Kilometer weiter beschlossen wir nach links auf die D 90 zu wechseln um hier von dem Rundkurs ein Stück abzukürzen, da es mittlerweile schon 14.30 Uhr war und wir ja wieder zurück zum Beginn des Canyons wollten. Endlich wurde es auch wieder etwas wärmer. Das Thermometer zeigte mittlerweile wieder 16 ° C an. Wenige Kilometer weiter stießen wir auf den kleinen beschaulichen Ort Trigance. Man sah es der Burg nicht gleich auf Anhieb an aber darin verbargt sich das Chateau Trigance, welches immerhin ein drei Sterne Hotel ist.Image
Gleich hinter Trigance bogen wir nach links auf die D 955 ab, um wieder näher am Canyon entlang zu fahren. Hinter dem Dorf Soleils geht es über eine Brücke auf die D 952. An dieser Stelle erblickten wir einen Kiosk. Na ein Kaffee wäre jetzt eine tolle Sache. Nach einem kurzen Blick auf die Preistafel stiefelten wir wieder zu unserem G-spann und griffen zu der uns ständig begleitenden Wasserflasche. 2,60 € für eine 0,33 l Dose Cola fanden wir etwas übertrieben. Sollen sie doch warten bis sie anderen Touristen abzocken können.
ImageDie D 952 ist ein wenig breiter und ist mit nagelneuem griffigem Belag überzogen, der dazu verführt, den  urlaubsmäßigen Beladungszustand des G-spannes zu verdrängen und einige Frittenbuden (Wohnmobile) zu überholen und Dosen den Canyon hinunterzujagen.

Nur auch auf dieser Seite darf nicht vergessen wenden, dass oftmals kleine und mittlere Steine in den hin und wieder recht unübersichtlichen Kurven liegen.
 Die Nordseite des Canyons ist deutlich stärker befahren als die Seite an der wir gestartet sind. Sie lässt sich aber auch deutlich entspannter fahren, da man nicht dauernd in irgendwelche Schlaglöcher fällt oder über Bodenwellen hüpft.
Nach einigen Kilometern mit immer wieder aufs neue überraschende Ausblicke gelangten wir kurz vor La-Palud-Sur-Verdon an eine Stelle, an der die D 23 nach links abzweigte. Nein, dieses Mal hatten wir nicht genug Zeit, da wir noch bis zu unserem gebuchten etap Hotel in Sisteron mussten.
Hier begann die Route des Cretes und dummerweise endete sie hier auch wieder, das heißt wir kommen mit der Befahrung dieser faszinierenden Kammstraße unserem Tagesziel nicht näher. Aber so bleibt ein triftiger Grund in naher Zukunft wiederzukommen.

Um kurz vor 16.00 Uhr erreichen wir wieder einen schönen Aussichtspunkt. Der Ausblick ist wieder einmal einfach umwerfend.

Der Blick zurück in den Canyon den wird entlang gefahren sind.
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ImageUi hier ging es mächtig runter. Übrigens wurde dieses Bild einfach nur fast senkrecht runter fotografiert ohne die Kamera zu drehen. Die Straße wurde hier nach französischer Art von einer ca. 40 cm hohen Miniaturmauer vom Abgrund getrennt.
Für diese Runde sollte man schon einen ganzen Tag einplanen. Auch wird in der Saison dort deutlich mehr Verkehr sein. Dieser Canyon ist unter Radfahrern sehr beliebt. Wenn man nicht unbedingt Anfang April fährt, kann man den Rest des Tages problemlos im Wasser des Lac de Saint Croix verbringen. Wir sahen unglaublich viele Stellen an denen man problemlos sein Fahrzeug in der Nähe parken konnte und runter bis ans Ufer gehen konnte.
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ImageTja, nun war es schon Nachmittag und wir hatten noch immer keinen Tische-Bänke-Parkplatz gefunden! Dieses Problem sollte man in jedem Fall in seiner Routenplanung berücksichtigen!!!
Aber auf dem Weg zu unserem Hotel wurden wir dann doch noch fündig. Gegen 17 Uhr konnten wir unsere Lebensmittel anständig vernichten.

Nach der Pause fuhren wir noch über einige kleine Sträßchen, einen nicht sooo spektakulär hohen Pass und kamen dann am Abend gegen 19 Uhr ziemlich geschafft am Hotel in Sisteron an.
  
 Die Gesamtstrecke von Ales nach Sisteron zog sich über 322 Km und wir haben gute 10 Stunden benötigt. Klar jetzt kommen wieder die Schlauberger und behaupten unsere G müsse kaputt sein, weil man so wenige Kilometer auch in deutlich kürzerer Zeit fahren könnte. Von mir aus, aber wir haben von diesen 10 Stunden jede Minute genossen. Beim nächsten Mal planen wir für den Canyon 2 Tage ein, werden uns wahrscheinlich in einer Pension am Canyon einquartieren oder uns auf einem der zahlreichen Campingplätze niederlassen. Dann werden wir auch die Route des Cretes gründlich abfahren und jeden einzelnen Aussichtspunkt anfahren.

Hoffentlich geht’s bald los!!!

(c) by Hoagie

 
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