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Geschrieben von Frank Der BerG rief.....und wir kamen. ;-)
Die Organisatoren des Treffens hatten einen sehr schwierigen Start, denn den eigentlichen Initiator des Treffens hatte nach relativ kurzer Zeit die Lust verlassen, so dass andere G-Treiber/innen ins kalte Wasser springen und irgendwie das Kind aus dem Brunnen holen mussten. Die Anlage war bereits vorgebucht, aus der Nummer kamen unsere Orgas nicht raus. Das Team um Hanne, Martin, Rolf, Hermann, Carsten und Karin hat aber eine saubere, handgebremste 180° Kehre hingelegt und für uns alle ein traumhaftes Event zusammengebaut. Dafür gab es (zu Recht!) viel Lob und Applaus von der G-emeinde
Dadurch, dass dieses Treffen am äußersten Rand der Republik stattfand, hatten einige Teilnehmer einen recht extremen Anfahrtsweg. Entsprechend viele Anhänger konnte man daher in diesem Jahr besichtigen. Nicht deshalb, weil die G-emeinde das Motorradfahren verlernt hätte oder keine Lust mehr aufs biken hat, sondern einerseits aus wirtschaftlichen Überlegungen (viele der G-efährtinnen haben eigene Maschinen, und Diesel für einen PKW ist nun mal günstiger als Benzin für zwei Motorräder), andererseits aber auch, um einen kürzeren oder auch längeren Urlaub um das Treffen herumzubasteln. So gab es in diesem Jahr sehr viele Leute, die bereits eine Woche vor dem Treffen anreisten oder nach dem Treffen noch dablieben- oder (als Hardcore-Variante) beides. Und wenn man mit Familie unterwegs ist, braucht man in zwei Wochen mehr Gepäck, als wenn man alleine zum Zelten fährt...
Den nächsten Schrecken jagte uns der Kollege Rainer ein. Er war zusammen mit zwei Freunden auf dem Weg zum G-Treffen. Bei einem missglückten Überholmanöver wurde sein Freund und Mitstreiter Wolfgang verletzt und musste das Wochenende zur Beobachtung im Krankenhaus verbringen. Zum Glück durfte er am Montag aber schon wieder nach Hause, so dass ihn seine Freunde auf dem Rückweg vom Treffen einsammeln konnten. Eigentlich startete dieses Treffen bereits am Mittwoch
Donnerstag War schließlich der erste "offizielle" Treffentag. Wie üblich nutzten die meisten G-Treiber diesen Tag für die Anreise, und so konnte man den ganzen Tag in und um Lechbruck den turbinenartigen Sound (und das lebhafte Rasseln) einzelner Gs oder kleinerer Grüppchen hören, die sich auf dem Weg zum Treffen(park)platz befanden. Das große Hallo, mit dem jeder Neuankömmling begrüßt wurde, zeigte die große Verbundenheit der G-Familie.
Der Junge hatte doch tatsächlich rund 2.500 Kilometer zurückgelegt, um beim Treffen dabei sein zu können. Eine Entfernung, die auch in Zukunft schwer zu toppen sein dürfte. Hin und zurück fast 6.500 Km, inklusive eines "kleinen Umwegs über die Schweiz um noch ein paar Pässe auf dem Heimweg mitzunehmen" trieb Henry seine G – das ist mehr, als mancher G-Treiber im ganzen Jahr schafft. Diese imponierende Fahrleistung brachte ihm den Titel "Eisenarsch 2008" ein- und ist ein schöner Beweis dafür, dass unsere mittlerweile mindestens 13 Jahre alten Motorräder mit Laufleistungen von teilweise deutlich über 100.000 Km immer noch treue und verlässliche Begleiterinnen sind! Freitag
War der Tag der kürzeren und mittleren Touren. Hermann vom Bodensee nahm die Damen des Forums unter seine Fittiche und arbeitete mit ihnen das Programm "Pässe lernen für G-Hexen" durch. Dazu hatte er eine nette, kleine Tour ausgearbeitet. Auf einem wenig befahrenen Stück Bergstraße ließ er dann die Damen eifrig trainieren, wie man flott, sicher und mit Spaß einen Berg per Motorrad bezwingt. Er muß die Mädels ordentlich gescheucht haben, denn sowohl der Zustand der Hexen als auch jener der Hinterreifen sprach Bände... Unsere Hexen waren überaus begeistert und Hermanns Einsatz wurde sehr gelobt. Andere G-Treiber zog es zu legendären Motorradstrecken wie dem Kesselberg. Auch diverse Touren durch das nahe Tirol wie dem schönen Hahntennjoch waren im Angebot. Durch die vielen verschiedenen Möglichkeiten, sich auf und mit dem Motorrad auszutoben, kam jeder auf seine Kosten- vom Blümchenpflücker über den Tourenesel bis zum ambitionierten Fahrer, dem eine Kurve gar nicht schräg genug sein kann. Toll: Alle kehrten am Abend wieder munter & gesund zurück!
Später am Abend, es war schon nach 23:00 Uhr, riefen Neu-G-Treiberin Äva und ihr Lebensgefährte Markus, genannt "die alte Sieben" (Old_Seven) an. Die beiden waren nach einem langen Arbeitstag in Saarbrücken gestartet und hatten einfach nicht mehr die Kraft, noch weiterzufahren. Kurz vor Memmingen, etwa 70 Km vor dem Treffengelände, war den beiden die Puste ausgegangen. Ehrensache für Carsten und Karin, sofort mit einem PKW nebst Anhänger loszubrausen und die G und die GSX 1400 des ausgepowerten Pärchens einzusammeln. Gegen 04:30 Uhr waren damit dann auch die letzten Teilnehmer vor Ort... Für die anderen G-Fahrer war es am anderen Tag ebenso Ehrensache, zunächst die beiden Maschinen abzuladen- und sich dann einen Wolf zu lästern. Gutmütige Frozzeleien bestimmten damit den Morgen des Samstag Nachdem die Jungs und Mädels gefrühstückt hatten, ging es an die langen Touren. Wieder war für jeden Geschmack etwas dabei, Highlights waren die Touren zum Stilfser Joch und zum Timmelsjoch- Strecken, deren Namen Musik in den Ohren jedes Motorradfahrers sind. Viel Pech noch vor dem Tourstart hatte G-Hexe Petra. Sie rutschte auf einem feuchten Wiesenstück aus, knickte noch um und brach sich dabei den Knöchel. Uwe fuhr seine Herzensdame gleich ins Krankenhaus nach Füssen, dort wurde unsere G-Fährtin noch am selben Vormittag genagelt. Äh. Also operativ behandelt. Um einige Gramm Metall schwerer war sie zwar schon am selben Nachmittag wieder obenauf, musste aber noch einige Tage im Hospital verbringen.
Die Anteilnahme unter den anderen Trefflern war entsprechend groß, viele Leute besuchten Petra im Krankenhaus. Sie, und auch der erste Treffenpechvogel Oliver, bekamen dann jeder noch eine Warnweste geschenkt, die von allen Leuten auf dem G-Treffen handsigniert wurden.
Die Tourenteilnehmer dieses Tages traten den Beweis an, dass Motorradfahren, mit Kopf und Verstand betrieben, kein gefährliches Hobby sein muß: Alle kamen heile & gesund zurück. Während der abendlichen Feier fand dann auch die Prämierung der Sieger statt. Das Henry aus Estland in diesem Jahr den "Eisenarsch" bekommen würde, war schon vorher klar. Moderator Fraro würdigte die Leistung dieses echten Tourenfahrers genauso wie die Eigentümer des schönsten Original-Motorrades (GSX_Tom) und des gelungensten Umbaus. Gegen Ende der Preisverleihung entriß Carsten dem geschwätzigen Moderator das Mikro und kürte Fraro –einigermaßen überraschend- zum "Member des Jahres".
Hermann wurde von den G-Hexen für sein Engagement besonders gelobt und ausgezeichnet. Auch dem unermüdlichen Admin unseres schönen kleinen Forums, GSXFan, wurde viel Lob ausgesprochen. Und dann wurde bis in die Puppen gefeiert. Die Tür des Kühlwagens, in welchem die Getränke auf Genusstemperatur gehalten wurden, kam nicht mehr zur Ruhe- genauso wie die fleißigen Mundschenke Hanne, Rolf, Martin, Carsten und Karin. Sonntag
Ein Glück, dass diesen Leuten wenigstens eine vernünftige und zuverlässige Begleiterin für die bis zu 1.000 Km zur Verfügung steht: Unsere gute, alte GSX 1100 G, Hauptdarstellerin bei all den schönen Treffen der letzten Jahre. Sie ist unsere gemeinsame große Liebe (zumindest motorradtechnisch) und wird uns in der laufenden Saison und auch beim Treffen im nächsten Jahr wieder gute Dienste leisten! Bitte teilen Sie uns und allen Besuchern von www.gsx1100g.net - Das Portal zu Suzuki's GSX1100G Ihre Meinung zu diesem Artikel mit.
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