Inhaltsverzeichnis
Kraftstoffversorgung
Hier findest du alles, zu dem teuren und explosiven Saft, der unsere Gusten antreibt.
Einleitung
Die nachfolgen Arbeiten setzen gute Grundkenntnisse in der Werkzeuganwendung voraus !
Alle Anweisungen sind nur zu privaten Zwecken gedacht und sind unter Ausschluss von jeglichen Haftungsansprüchen.
Die betreffenden Arbeitsschritte aus dem original Werkstatthandbuch für die GSX 1100 G sind hierbei berücksichtigt worden.
Das Werkstatthandbuch sollte hierbei auch zur Verfügung stehen.
Dann wird meine Anleitung auch transparenter und mit den Zeichnungen aus dem WHB verständlicher.
Leider darf ich die Zeichnungen hier aufgrund des Urheberrechtes nicht verwenden.
Benzinhahndeckel
Der Kunststoff des Benzinhahndeckels wird mit der Zeit spröde und er reißt dann oft im Bereich der Befestigungsschraube ein.
Er bricht dann dort teilweise ab und geht dann meist verloren.
Hier eine Anleitung, für eine kleine Optimierung. Damit der Benzinhahndeckel nicht mehr abhanden kommen kann.
Alle Informationen sind nur zu privaten Zwecken gedacht und sind unter Ausschluss von jeglichen Haftungsansprüchen.
Die betreffenden Arbeitsschritte aus dem original Werkstatthandbuch und der Ersatzteillisten für die GSX 1100 G sind hierbei berücksichtigt worden.
Das Werkstatthandbuch und die Ersatzteillisten sollte hierbei auch zur Verfügung stehen.
So sehen die Benzinhahndeckel im Original Zustand aus.
Die Schraube ist im Original kürzer und ohne eine Stoppmutter versehen.
Hier sind schon leichte Risse links und rechts zu erkennen.
Und hier rechts, da wo die Bohrung für die Schraube sitzt.
Hier eine relativ intakte Bohrung.
Und hier schon mit Rissen und teilweisen Ausbrüchen.
Die Kante habe ich schon angefast, damit die Hülse ganz auf dem Zapfen sitzen kann.
Nun hatte ich zufälligerweise eine Schlauchhülse liegen, diese sind zum verpressen von Niederdruckschlauchleitungen:
- > Schlauchhülse 16mm < -
Die Hülse habe ich dann passend gekürzt.
Diese passt mit leichten Druck und etwas Zweikomponenten Epoxidkleber auf den bruchgefährdenden Befestigungszapfen.
Dann habe ich noch zwei Bohrungen für die Schraube eingebracht.
Die Innenbohrung muss dann im Bereich, wo der schwarze Edding ist, etwas ausgefeilt werden.
Dann passt das mit der Schraube stramm auf dem Benzinhahn.
Der Deckel ist dann auch nicht mehr so locker, trotz der Schraube, auf dem Benzinhahn.
Das anbringen der M3 Stoppmutter ist im einbauten Zustand relativ fummelig, aber damit geht das nicht mehr verloren.
Alle Angaben ohne Gewähr
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Kraftstoffpumpe
Die Benzinpumpe geht, je nachdem wen man fragt, so gut wie nie oder tatsächlich öfter mal kaputt.
Meistens ist es irgendein mechanischer Defekt (Membran gerissen, Kontakte verschlissen).
Die Pumpe ist eine Membranpumpe mit Gegendruckmessung, d.h. die Pumpe pumpt solange selbstständig,
bis sie einen definierten Gegendruck in der Ausgangsleitung misst und hält dann an.
Sinkt der Druck wieder ab, startet die Pumpe von selbst wieder.
Grundsätzlich wird empfohlen, einen Benzinfilter (Papierfilter) vor die Pumpe zu verbauen.
Davor ist wichtig, um die Druckmessung ausgangsseitig nicht zu stören,
es kann sein dass die Pumpe den Gegendruck dann nicht mehr korrekt misst und dauerhaft läuft (Verschleiß).
Funktion der Pumpe überprüfen
Grundsätzlich gibt die Pumpe während des Betriebs eine leicht vibrierendes Geräusch von sich;
im Grunde ist die Pumpe ein Elektromagnet, der sich permanent auf-und-ab bewegt und so die Membran betätigt.
Dafür muss die Pumpe also mit Spannung versorgt werden.
1. Möglichkeit:
- Pumpe ist normal verbaut, 4-poliger Stecker ist angeschlossen
- Die Pumpe läuft los, sobald die Zündung eingeschaltet wird und entweder
- der Anlasserschalter betätigt wird oder
- der Motor läuft
- Damit bei 1. der Anlasser nicht unnötig mitläuft, kann man übergangsweise eines der beiden Kabel vom Anlasserrelais abziehen.
- Anlasserschalter betätigen
2. Möglichkeit:
- 4-poliger Stecker wird abgezogen
- an die Kabel im Stecker wird manuell Spannung angelegt
- Masse (schwarz/weiß)
- Zündungsplus (orange/weiß)
- Anlasserschalter (gelb/grün) auf Zündungsplus legen - die Pumpe läuft los
- die CDI-Leitung (schwarz/gelb) wird nicht benötigt; diese liefert das Signal zum Laufen der Pumpe, wenn der Motor läuft, anstelle des gelb/grünen Anlassersignals
Pumpleistung überprüfen
Man kann die Pumpe erstmal grob prüfen, ob diese überhaupt was pumpt. Dazu die beiden Benzinleitungen abziehen und die Pumpe laufen lassen.
Wenn man einen Finger auf die Saugseite legt, kann man einen recht deutlichen Unterdruck feststellen (Staubsaugereffekt).
Wenn man die Auslassseite zuhält, misst die Pumpe den entstehenden Gegendruck und hält nach kurzer Zeit an.
Danach kann man die konkrete Förderleistung messen:
- Benzinschlauch an die Saugseite anschließen und in ein Gefäß mit Benzin halten, so dass dieses gefördert wird.
- Zweite Leitung an den Auslass und in ein Messgefäß fördern lassen.
- Die Pumpe sollte mindestens 600ml pro Minute fördern.
Alle Angaben ohne Gewähr
Bilder und Text → Eyck (Bitdiddle.de)
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