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Dieser Beitrag wurde von Fastmover im Mai 2011 erstellt.

Weitere Informationen zu technischen Daten: http://www.gsx1100g.net/gwiki/doku.php/technik:vergaser_2

Ausbau alter Vergaser:

Die Luftschläuche am Luftkasten entfernen und die Schrauben rechts und oben ausdrehen.
Bild 1:
Bild 2:
Bild 3:
Die Schellen vom Vergaser am Luftkasten lösen (wenn die äußeren gelöst sind,
kann man diese verdrehen und kommt dann bequem an die inneren ran) und den Luftkasten ganz nach hinten gegen den Rahmen schieben.
Bild 4:
Bild 5:
Jetzt hat man Platz zum arbeiten
Bild 6:
Den Chokezug kann man am Mantel zurückziehen und dann über die Nut aushängen.
Bild 7:
Nach dem lösen der Schellen an den Ansaugstutzen (Bild 8) (vorgehen wie am Luftkasten) kann der Vergaser „rausgenoddelt“ werden.
Noddle = schwäbisch für wackelnde Bewegung :-)
Bild 8:
Bild 9:
Die Gaszüge und den Benzinschlauch habe ich erst jetzt ausgehängt und abgebaut da man jetzt leichter ran kommt.

Umbau POP Vergaser

Düsennadel
Bild 10:
Beim öffnen des oberen Deckels, darauf achten, dass der nicht weg fliegt.
Die Feder hat schon Druck. Sonst besteht die Gefahr, dass der O-Ring verlorengeht.
Bild 11
Die Düsennadel mit einer Spitzzange oder ähnlichem herausziehen. Weißes Kurstoffteil.
Bild 12
Bild 13 zeigt Die Nadel und Clip in zusammengehöriger Reihenfolge.
Bild 13
In Bild 14 ist der Clip (Benzin-Ring) bereits eine Position höher eingehängt. Die Nadel wird so wieder eingebaut, sprich reinstecken bis sie wieder einrastet und fertig.
Bild 14
Alles mal 4 und Deckel wieder drauf (die schon erwähnten O-Ringchen nicht vergessen)
Umbau Düse:
Ich habe die original Düsen aus meinem alten Vergaser Bild 15 ausgebaut und in den POP-Vergaser eingesetzt
Bild 15
Bild 16
mal 4 Deckel drauf …..fertig.
Die Nase muss weg
Die Nase am „Drosselklappenrückholteil“ habe ich mit einem Dremel abgeflext :-)
Bild 17.
Bild 18
Die Gemischregulierschraube vorne unten am Vergaser (Bild 19) wird ganz eingedreht und dann 2 1/4 Umdrehungen geöffnet.
Bild 19
Für das spätere Synchronisieren der Vergaser habe ich ca. 10 cm lange Gummischläuche aufgesteckt und wie im Bild 20 verlegt.
Bild 20
Die Schläuche bleiben dran und werden mit passenden Schrauben verschlossen.

Einbau POP Vergaser:

Für den Einbau ist eine „spezielle Vergaserwerkbank mit Schrauben-Sammel-Rinne“ sehr hilfreich :-)
Bild 21
Gas und Chokezug konnte ich durch Ausnutzung des Verstellbereichs an den Armaturen weiter nutzen.
Der Rückholzug musste jedoch ersetzt werden. Hierzu habe ich eine neue Seele eingezogen und einen Schraubnippel angebracht.
Man muss den Zug plan am Nippel abschneiden, sonst bekommt man den Nippel nicht eingehängt.


Jetzt den Vergaser wieder auf die Ansaugstutzen „noddeln“ und die Schellen festziehen. Jetzt den Luftfilterkasten wieder nach vorne schieben und ebenfalls „….le“ .
Man erspart sich wahrscheinlich viel Mühe und Gefummel, wenn mann sich gleich entschließt den Luftfilter auszubauen.
Dann kann man ganz wunderbar in den Luftfilterkasten greifen und den Gummis auf den Vergaser helfen. Die Gummis sollten wie in Bild 22 auf dem Vergaser sitzen. Ich empfehle die Gummis nicht aus dem Luftfilterkasten auszubauen. Es war extrem mühsam den Gummi wieder einzubauen. Der rutscht permanent an irgendeiner Seite wieder raus. Also Lufi raus und schön zärtlich von hinten …. :-)
Bild 22 \ß Meine original Schellen haben nicht mehr gepasst, da der Vergaser einen geringeren Aussendurchmesser hat. Da Ostern war und die „Spannung“ kaum auszuhalten war, habe ich einfach Kabelbinder benutzt und dies mit einer Zange gut festgezogen. Funktioniert bei mir einwandfrei.
So … den Rest wieder in umgekehrter Reihenfolge zusammen und dran schrauben…. und dannnnnn
Wow … springt sofort an….hängt am Gas wie nie zuvor. Mir kommt es vor als hätte ich ein neues Motorrad.


Kleine Ergänzung vom Editor:
Die Verwendung der Hauptdüsen der Originalvergaser (120er) kann funktionieren, die Erfahrung sagt aber dass das nicht immer der Fall ist. In aller Regel sind diese zu klein, es gab auch schon Fälle bei denen 135er Hauptdüsen verwendet wurden damit die Kiste ordentlich läuft.

Was hier noch fehlt ist die Anpassung der Benzinzufuhr. Die Banditvergaser haben einen 10mm Anschluß für den Benzinschlauch, die originalen Schläuche der G aber nur 8mm. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, ein passendes Reduzierstück zu besorgen und einzubauen und nicht die Orischläuche mit Erwärmen auf den Stutzen zu zwingen.
Das wurde am Anfang ein paar Mal gemacht und führte leider auch zu kaputten bzw. porösen und aufgeplatzten Schläuchen nach einer Überwinterung, da die Orischläuche das anscheinend nicht gut vertragen. Bei einem Versuch den aufgeplatzen Orischlauch vom Anschlußstutzen des Bandit-Vergasers zu entfernen, brach der Stutzen ab, der ist nur aus Plastik. Für das Ersetzen des Stutzens muss die komplette Vergaserbank zerlegt werden. Ein ziemlicher, unnötiger und nicht gerade günstiger Aufwand, der durch die Verwendung eines Reduzierstücks vermieden werden kann.
Dafür muss natürlich ein kurzes 10mm Schlauchstück am Bandit-Vergaser verbleiben. Passende Reduzierstücke gibt es z.B. bei www.dieselumbau.de und dort nach Reduzierstück suchen.


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